ADS / ADHS

Wer kennt nicht Kinder, die alle Aufmerksamkeit für sich beanspruchen, den Unterricht stören und jeden Gruppenzusammenhalt sprengen. Dass dies aber ein Hilfeschrei ist, wird oft nicht verstanden, denn nicht alle Kinder können die geforderte Selbstdisziplin aufbringen. Manche haben ein stärkeres Bewegungsbedürfnis, das sie in der Schule nicht ausleben dürfen und oft mangelt es an der geeigneten Unterrichtsorganisation, um Impulsivität und Aktionsdrang konstruktiv zu steuern. Wenn Kinder zu oft nur diszipliniert und ausgeschlossen werden, führt das zu Wut, aber auch Rückzug und Trauer. Das zieht häufig auch die betroffenen Eltern in Mitleidenschaft, wenn sie keinen Ausweg aus dem Teufelskreis finden.

Schulisch bedingte Aufmerksamkeitsstörungen

ADS-Kinder können sich schwerer konzentrieren, weil sie Sinnesreize nicht filtern, diese stärker empfinden und ihnen schutzlos ausgeliefert sind. Sie verlieren schneller die Kontrolle über ihre Handlungen. Die schulisch bedingte Aufmerksamkeitsstörung entsteht durch Überforderung, mit Misserfolgserwartungen und Ängsten und kann zu einem gestörten Lehrer-Schüler-Verhältnis führen, was in Frustration und Desinteresse am Stoff  endet.

Wie kommt man aus dem Teufelskreis heraus?

Um Defizite auszugleichen, brauchen diese Kinder:

  • Positive Autoritäten, welche ihnen ordnend beistehen
  • Grundvoraussetzung der inneren Orientierung ist eine verlässliche Tagesstruktur
  • Gleichleibende Regeln
  • Positiven Körperkontakt wegen ihrer mangelnden Selbstwahrnehmung
  • Verlässliche Kontakte und gegenseitige Achtung

Den Kindern biete ich:

  • Gespräche zur Selbstregulation,
  • Motivationsaufbau
  • Aufmerksamkeits- und Konzentrationstraining,
  • Entspannungstechniken
  • Schulische Hilfestellung.

Und den Eltern:

  • Beratung bei pädagogischen Problemen

Geduld und Humor sind zwei Kamele, mit denen man durch jede Wüste kommt.

Wie erkennt man ADS/ADHS?

  • Kann sich ihr Kind auf ein Spiel einlassen oder wechselt es häufig die Aktivitäten?
  • Kann es sich schlecht konzentrieren?
  • Fühlt es sich häufig aus Gruppen ausgeschlossen?
  • Gerät es schnell in Streit,
  • Kann es warten und anderen Kindern zuhören?
  • Verfügt es über Frustrationstoleranz oder gibt schnell es auf, wenn etwas nicht gleich gelingt?