Checkliste der Symptome

Anzeichen für eine eventuelle Legasthenie (Lesen und Schreiben) oder Dyskalkulie (Rechnen) gibt es schon im Vorschulalter, aber noch keine gesicherte Diagnose. Zeigen Kinder in mehreren Bereichen größere Auffälligkeiten, sollte professionelle Hilfe gesucht werden. Gehen Sie zu ihrem Kinder- oder Hausarzt, um körperliche Beeinträchtigungen auszuschließen.

Checkliste für Kinder im Vorschulalter 

Feinmotorische Fähigkeiten:

  • Wie hält das Kind seinen Stift?
  • Kann es mit der Schere exakt schneiden?
  • Kann es sich alleine anziehen, Knöpfe schließen, Schleife binden?

Informationen über auditive und sprachliche Fähigkeiten:

  • Spricht das Kind überhastet, undeutlich oder verschluckt Endsilben?
  • Können auch schwierige Wörter deutlich nachgesprochen werden?
  • Können Melodien nachgesungen oder Rhythmen nachgeklopft werden?
  • Kann die Stimme der Erzieherin aus dem Geräuschpegel der Kindergruppe herausgefiltert werden?

Grobmotorische Fähigkeiten:

  • Ist das Kind hektisch, tollpatschig, ungesteuert, ein “Unfallkind”?
  • Kann es auf einem Bein stehen und hüpfen, balancieren, den Hampelmann machen, schwimmen?
  • Kann es Ball spielen? (Hand und Augenkoordination)
  • Ist die Körperhaltung schlaff oder verkrampft?

Checkliste für Kinder im Schulalter

Graphomotorische und feinmotorische Fähigkeiten:

  • Braucht es lange, um sein Federmäppchen zu öffnen?
  • Wie hält es den Stift beim Schreiben ?
  • Ist die Schreibhaltung verkrampft?
  • Ist das Schriftbild ungleichmäßig?

Visuelle Wahrnehmungsverarbeitung:

  • Kann das Kind Symbole, Zeichen, Buchstaben und Zahlen nicht verstehen, oder nicht erinnern?
  • Kann es im Umgang mit Buchstaben und Zahlen zeitweise seine Gedanken schlecht steuern? (zeitweise unaufmerksam)

Konzentrationsvermögen und Aufmerksamkeit:

  • Ist das Kind leicht ablenkbar oder emotional empfindlicher?
  • Braucht es bei Aufgaben deutlich mehr Zeit, als seine Klassenkameraden?
  • Hat das Kind beim Erlernen von Rechnen, Schreiben oder Lesen gravierende Schwierigkeiten, die trotz vermehrtem Üben nicht überwunden werden können?
  • Werden Buchstaben immer wieder vergessen?
  • Macht das Kind trotz Übens unverhältnismäßig viele Fehler?
  • Hat das Kind eine Abwehr gegen das Schreiben und Lesen?
  • Ermüdet das Kind beim Schreiben und Lesen schnell und nimmt dann plötzlich die Fehlerhäufigkeit zu?

Körpergeographie und Raumwahrnehmung:

  • Hat das Kind einen schlechten Orientierungssinn?
  • Körpergeographie: Wird rechts und links verwechselt?
  • Werden Buchstaben verdreht?

Sekundäre Symptome:

  • Entwickelt es Schulängste,
  • depressive oder aggressive Verstimmungen
  • und ein vermindertes Selbstwertgefühl?

Psychosomatische Störungen:

  • Treten zeitweise Schlafstörungen auf, besonders bei bestimmten Fächern oder vor Arbeiten?
  • Reagiert das Kind mit Bauch- und/oder Kopfweh?

Wenn Sie über einen längeren Zeitraum mehrere Symptome beobachten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt und gehen Sie den Ursachen auf den Grund.